Solidarität mit dem Streik der studentischen Beschäftigten

Ein Großteil der Lehre und Verwaltung wird an den Berliner Hochschulen durch studentische Beschäftigte erledigt, deren Löhne seit 2001 im Land Berlin nicht gestiegen sind. Real sind die Löhne durch die Inflation und die Streichung des Weihnachtsgeldes sogar gesunken, während in den Haushaltsplänen der Hochschulen bereits mit einer höheren Summe für eine studentische Hilfskraft gerechnet wird.

Deshalb fordern die Gewerkschaften und die Initiative TV-Stud Berlin, um die inflationsbereinigte Kaufkraft von 2001 wiederherzustellen, eine Erhöhung des Lohnes der studentischen Beschäftigten auf 14€. Des Weiteren wird eine Bindung der Lohnsteigerungen des Tarifvertrages der Länder an den Tarifvertrages der studentischen Beschäftigten gefordert, um eine Dynamisierung des Lohnes zu erreichen. Ferner wird eine Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes gefordert, so wie es für nicht-studentisch Angestellte bereits ausgezahlt wird. Des Weiteren soll eine Lohnfortzahlung in Krankheitsfällen über sechs Wochen hinaus unterstützt werden, damit Studierende in einem längeren Krankheitsfall nicht ihr Studium abbrechen müssen. Um die Planungssicherheit für studentische Beschäftigte zu erhöhen, sollen die Arbeitsverträge grundsätzlich eine Laufzeit von vier Semestern haben. Zu eben dieser Planungssicherheit gehört auch, das bereits angestellte Studierende das Recht auf eine Verlängerung ihres Arbeitsvertrages, um weitere vier Semester bis zur Höchstbeschäftigungsdauer von sechs Jahren, haben. Weiterhin wird gefordert, das der Urlaubsanspruch für studentische Beschäftigte von fünf auf sechs Wochen erhöht wird. Auch die Möglichkeit auf Sonderurlaub für studentische Beschäftigte wird gefordert. Der Anspruch auf Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für studentische Beschäftigte, welche als Arbeitszeit angerechnet wird, wird gefordert. Die Möglichkeit auf Bildungsurlaub in Höhe von 10 Tagen soll den studentischen Beschäftigten ermöglicht werden. Ferner wird gefordert, das studentische Hilfskräfte nicht an Bereitschaftsdiensten, sowie an Rufbereitschaftsdiensten teilnehmen müssen. Eine Mindestanstelldauer von 40 Stunden im Monat soll ferner nicht unterschritten werden, außer es wird explizit vom Studierenden gewünscht, um z.B. nicht aus der Familienversicherung herauszufallen.

Wir Jusos unterstützen die Forderungen der Gewerkschaften und der Initiative TV-Stud Berlin und solidarisieren uns mit den streikenden studentischen Beschäftigten.

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