Charlottenburg-Wilmersdorf gegen „Pro“

Bei bestem Wetter hat das im Januar gegründete Bündnis Charlottenburg-Wilmersdorf gegen Rechts ein Zeichen gegen Rechtspopulimus und Rassismus gesetzt.

Anlässlich der Anmeldung einer Sitzung der selbsternannten „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ im Rathaus Charlottenburg, bei der das Wahlprogramm der fremdenfeindlichen Partei für die Abgeordnetenhauswahl im September präsentiert werden sollte, fanden sich am 16. Juni gut 50 Menschen verschiedenster politischer Gruppierungen und zahlreiche Bürger_innen zu einer Kundgebung zusammen.
Kundgebung gegen "Pro Deutschland"
In zahlreichen Redebeiträgen der Bündnispartner_innen wurde über die Hintergründe der maßgeblichen Akteure von „ Pro Deutschland“ informiert, die vielfach aus dem rechtsradikalen, neonazistischem Spektrum kommen und in Berlin pünktlich zur kommenden Wahl einen neuen Schwerpunkt ihrer Aktivitäten planen. „Pro Deutschland“ möchte im politischen Parteienspektrum Wähler rechts von der CDU gewinnen, indem sie sich als Fürsprecher_innen des „kleinen Mannes“ darstellen und Ressentiments besonders gegen Menschen mit Migrationshintergrund schüren.

Dass neben dieser Partei auch die ebenfalls rechtspopulistische „Die Freiheit“ und die neonazistische NPD auf den Einzug in das Abgeordnetenhaus und die Bezirksparlamente hoffen, macht deutlich, dass Widerstand gegen jegliche Möglichkeit zur Propagierung ihrer menschenverachtenden, rassistischen Thesen besonders in den kommenden Wochen bis zur Wahl unbedingt notwendig sind.

Mut machen kann allen Antifaschist_innen, dass der „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ ganz offensichtlich besagte Bürger_innen größtenteils die Unterstützung verweigern. Deutlich wurde dies unter anderem daran, dass die Sitzung im Rathaus hermetisch abgeschirmt von einem bis zu fünfzehn Wagen starken Polizeiaufgebot in einem abgelegenen Raum stattgefunden hat. Weitaus größer war der Zuspruch der Bürger_innen auch für die Kundgebung des Bündnisses und die zeitgleich im Rathaus stattfindende Ausstellung „Weltreligionen Weltfrieden Weltethos“, mit der gezielt ein Zeichen gegen die Veranstaltung der Rechtspopulist_innen gesetzt wurde.

Getragen wird das Bündnis CW gegen Rechts neben politischen Parteien und deren Jugendorganisationen von den Grünen bis zur Linkspartei sowie Antifa-Gruppen auch von den Jusos. Unterstützung erhält das Bündnis unter anderem vom Bündnis Rechtspopulismus Stoppen und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus.

Foto: ©kappaphoto

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