Samstag, 17. Dezember 2011
Die Jusos haben sich in den Monaten Oktober bis Dezember mit Antisemitismus, dem Nahostkonflikt und den Jugendbewegungen im Nahen Osten beschäftigt.
Am 11. Oktober diskutierten die Jusos in einer Theorieveranstaltung zu Antisemitismus und sekundärem Antisemitismus. Dabei wurde auch Antisemitismus in “linken” Organisationen thematisiert. Hierbei wurden die historische Entwicklung sowie Stigmatisierungsmuster benannt. Die Theorieveranstaltung wurde mit einem Referat am 26. Oktober zur Wahrnehmung der Staatengründung Palästinas in den deutschen Medien vertieft. In der Diskussion wurde herausgearbeitet, dass die Jusos sich vor allem mehr Medienkompetenz wünschen, um Berichterstattungen kritisch begegnen zu könnnen. Am 9. November beschäftigten sich die Jusos damit, ob die Gründung eines palästinensischen Staates zum Frieden im Nahen Osten beitragen kann. Zwei Wochen später berichtete eine ehemalige Mitarbeiterin des Goethe-Instituts in Kairo von der ägyptischen Demokratiebewegung. Am 14. Dezember berichtete ein Referent von Hashomer Hatzair Deutschland über die Sozialbewegung in Israel im Sommer 2011. Anlass der thematschen Reihe war die bevorstehende Staatengründung Palästinas bei der UN-Generalversammlung 2011 gewesen.
Im Januar und Februar werden sich die Jusos mit Bildungspolitik beschäftigen. Dabei wollen die Jusos die Auswirkungen der Bildungsreformen G8 und Sekundarschule thematisieren.
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Dienstag, 15. November 2011
Anlässlich des 73. Jahrestages der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 haben die Jusos am Schweigemarsch zum Mahnmal “Gleis 17″ am S-Bahnhof Grunewald teilgenommen. Von diesem Ort aus wurden zwischen Oktober 1941 und Kriegsende 1945 mehr als 50.000 Jüdinnen_Juden deportiert.
Die zentrale Gedenkveranstaltung in Charlottenburg- Wilmersdorf wird traditionell von Schüler_innen des Gottfried-Keller-Gymnasiums und der Landespolizeischule organisiert.
Die Jusos beteiligten sich sichtbar mit einem Transparent gegen “antisemitische Hassmanifestationen”. Damit sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass der Einsatz gegen gesellschaftlich viel zu oft tolerierten, subtilen Antisemitismus weiterhin notwendig und aktuell ist. Die Jusos beschäftigen sich auch unter anderem deshalb in einer Themenreihe intensiv mit dem Thema “Israel und Nahost”.
Es ist notwendig, dass sich Menschen aus Charlottenburg- Wilmersdorf auf einer zentralen Veranstaltung im Bezirk mit den Ereignissen des 9. November und den Verbrechen, die auch “vor der eigenen Haustür” stattgefunden haben, beschäftigen. Deshalb ist der Einsatz der Schüler_innen wichtig und ein gutes Zeichen. Schade ist, dass die Beteiligung der anderen Schulen aus dem Bezirk in den letzten Jahren spürbar abgenommen hat. Dieses Jahr war in erster Linie das Gottfried-Keller-Gymnasium und die Landespolizeischule Berlin präsent und in die Organisation involviert. Hier müssen vor allem Lehrer_innen, Schulleiter_innen und Eltern mehr Einsatz zeigen, um das Interesse der Schüler_innen an einem aktiven Gedenken zu wecken und Möglichkeiten hierzu aufzeigen.
Die nachlassende Beteiligung junger Menschen führt unweigerlich zu dem Effekt, dass die anwesenden Polizist_innen die Veranstaltung teilweise zu dominieren schienen. Auch wenn das Wirken der Landespolizeischule bei der Organisation unentbehrlich ist, gibt es doch auch gute Gründe dafür, dass Menschen bei einer recht großen Polizeipräsenz Unbehagen verspüren. Dies hat nicht nur mit dem immer wieder repressiven Verhalten vieler Polizist_innen bei antifaschistischen Demonstrationen zu tun, sondern auch mit der Rolle, die die Polizei während der Nazi-Zeit gespielt hat. Es wirkt gelinde gesagt sehr geschichtsvergessen, wenn ein Vertreter der Polizeischule in seinem Redebeitrag lediglich davon spricht, dass die Polizei zwischen 1933 und 1945 “nicht verhindern” konnte. Erinnert sei hier nur an die Rolle der Gestapo und der Schutzpolizei, die sich (bis auf sehr wenige Ausnahmen) aktiv an den Verbrechen der Deutschen beteiligt haben. Die Teilnahme der Landespolizeischule und ihre zentrale Rolle sollen symbolisieren, dass es sich heutzutage um eine “andere” Polizei handele.
Die parallel stattfindende antifaschistische Demonstration in Moabit zeigt des Weiteren auch Möglichkeiten eines alternativen Gedenkens auf.
Die Jusos werden sich immer kritisch und aktiv mit den deutschen Verbrechen, aber auch mit dem Gedenken daran auseinandersetzen. Antifaschistische Arbeit ist für uns essentiell wichtig und bleibt nicht auf Veranstaltungen an einem einzigen bedeutenden Jahrestag beschränkt. Wie im Moment (hoffentlich endlich auch einem größeren Teil der Gesellschaft) deutlich wird, ist der Einsatz gegen Nazis immer und überall unerlässlich!
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Donnerstag, 1. September 2011
Das Konzert “4/4 gegen 88″ fand am 27. August 2011 im Kinder- und Jugendzentrum Schloss 19 statt. Das Event war von SJD – Die Falken sowie den Jusos und dem Bündnis gegen Rechts Charlottenburg-Wilmersdorf organisiert worden.
Das Konzert, bei dem der Eintritt frei war, war ordentlich besucht. Insgesamt nahmen zwischen 250 und 300 Zuschauer_innen teil. Zwischen 15 und 24 Uhr spielten zahlreiche Bands, darunter Captain Cappa (Elektropop), The Love Bülow (Indiehiphop) und Red Tape Jam (Punkrock). In der Afterhour legte Reducation elektronische Musik auf.
“4/4 gegen 88″ richtete sich gegen Naziaktivitäten in Charlottenburg-Wilmersdorf. Das Bündnis gegen Rechts hatte dazu eine Ausstellung vorbereitet. Eine vollständige Chronik nazistischer, rassistischer, antisemitischer und homophober Übergriffe kann auf den Seiten des Infoportals Charlottenburg-Wilmersdorf eingesehen werden.
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Freitag, 19. August 2011
Kostenloses Konzert im „Schloss19 – comm‘une château“ am 27. August ab 15 Uhr!!!

Von 15.00 bis 22.00 Uhr spielen folgende Bands:
Captain Capa (Audiolith, Electropop)
The Love Bülow (Indie HipHop)
Clash Cartoon (Alternative Rock)
Red Tape Jam (Punkrock)
Jimmy Kafka (Punkrock)
Und nach den Bands, wo für fast jeden Musikgeschmack etwas dabei ist, legt das
Reducation DJ-Team
noch ein bisschen tanzbare Beats bei der Aftershowparty auf…
Gekühlte Getränke gibt es ebenso wie was zwischen die Kauleisten und natürlich Info- und Merchandisestuff.
Veranstaltet vom Falken LV Berlin und unterstützt vom Bündnis gegen Rechts Charlottenburg-Wilmersdorf und den Jusos Charlottenburg-Wilmersdorf.
Aufruf zum Konzert
Häh, in Charlottenburg-Wilmersdorf gibt’s doch keine Nazis!?
Denkst du! Erst im Juni fand hier eine Konferenz der rechten Partei Pro Deutschland statt. Dagegen gab es Proteste und das ist auch gut so – aber das allein reicht leider nicht!
Wir wollen keine Nazis im Bezirk und anderswo. Wir wollen eine Stadt ohne Diskriminierung und Ausgrenzung, ohne Hass und rechte Gewalt. In unserem Leben ist kein Platz für Rassismus, Antisemitismus, Sexismus – ja und irgendwie finden wir auch das große Ganze ziemlich Scheiße!
Viel lieber wollen wir Räume für junge Menschen, die wir selbst gestalten können. Räume, in denen wir mitbestimmen können und nicht nur Dinge vorgesetzt kriegen, die wir dann befolgen müssen.
Raum kann dabei vielfältig sein. Es können Treffpunkte sein, wo wir bestimmen, Wände und Plätze, die wir gestalten oder eben – wie in unserem Fall – Konzerte, die wir organisieren und die sich zur Abwechslung auch mal jede_r leisten kann, weil sie nämlich nix kosten!
Also: komm vorbei und tanz mit uns gegen Rassismus und die ganze andere Scheiße! Setz ein Zeichen! Mehr Freiräume für Träume – gegen den Hass, die Dummheit und rechte Gewalt!
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Dienstag, 12. Juli 2011
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel forderte im März 2011 eine umfassende Reform der Sozialistischen Internationale. Die Sozialistische Internationale (SI) ist der internationale Verband von sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien. Ihr zielt ist, den demokratischen Sozialismus weltweit zu verwirklichen.
Wir haben uns mit einer möglichen Reform der Sozialistischen Internationale auseinandergesetzt. Denn auch wir sehen großen Reformbedarf. In einem von den Jusos Berlin im Mai beschlossenen Antrag haben wir gefordert, dass die SI wieder Einfluss gewinnen, in ihrer Strukturen modernisiert werden und ihr inhaltliches Profil schärfen muss. Der Antrag steht nun online zur Verfügung und kann heruntergeladen werden.
Schlagworte:gute Idee, Reform, Sozialdemokratie, Sozialistische Internationale Veröffentlicht in Beschlüsse, Grundwerte, JusoLog, Jusos | Keine Kommentare »
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Seminar: Verbandswerkstatt der Jusos Berlin , am 24. Feb. 2012 um Uhr in 23:30 Stunde(n). weitere Termine
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