Montag, 6. Februar 2012

Am 5. Februar 2012 haben die Jusos CW an der Kundgebung zur Ehrung von Otto Grüneberg teilgenommen (mehr Infos zu Grüneberg im Text unter JusoLog). Trotz widrigen Bedingungen mit Schneefall und wirklich eisigen Temperaturen fanden sich knapp 100 Menschen vor der „Kastanie“ in der Schloßstraße 22 in Charlottenburg, dem Elternhaus von Otto Grüneberg, ein. Auch die Jusos ließen es sich nicht nehmen, ein Zeichen gegen Faschismus zu setzen.
Neben einem musikalischen Beitrag von Elke Querbeet brachten sich die verschiedenen Beteiligten an der Organisation der Kundgebung mit Redebeiträgen ein. Erfreulich war das Bekenntnis des Bezirksbürgermeisters Reinhard Naumann zu einer offiziellen Aufnahme des Otto-Grüneberg-Wegs in das Straßennetz und der damit einhergehenden Adressänderung der Villa Oppenheim hin zu dem Straßennamen des 1931 von der SA ermordeten Kommunisten Grüneberg. Die Jusos unterstützen dies ausdrücklich!
Ann-Kathrin von den Jusos CW ermahnte in ihrem Beitrag mit Blick auf die Ereignisse rund um den Mord an Grüneberg zu antifaschistischem Engagement, das damals wie heute Pflicht sein muss. Gerade die jüngsten Entwicklungen rund um die (überfällige) mediale Aufmerksamkeit für Listen linker Personen und Organisationen auf Nazi-Webseiten und die unter anderem daraus resultierenden rechten Angriffe, aber auch die unglaubliche Zahl von ungefähr 200 bekannten (!) Todesopfern rechter Gewalt in den letzten 20 Jahren verdeutlichen, wie unverzichtbar ein entschiedener Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und alle andere Arten von Diskrimierung ist. Die Jusos setzen deshalb auch wie bisher auf das Bilden breiter Bündnisse und die Anwendung verschiedener Mittel antifaschistischen Engagements wie zum Beispiel ganz praktisch durch die nahende Teilnahme an Blockadeaktionen wie in Dresden am 13. und 18. Februar, zu der an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich aufgerufen werden soll. Dass dieses Engagement der Jusos CW anerkannt wird, zeigte auch Markus Tervoren vom VVN-BdA, der die Jusos in seinem Redebeitrag ausdrücklich lobte.

Im Anschluss an die Teilnahme an der Kundgebung besuchten die Jusos das neue Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der oben bereits erwähnten Villa Oppenheim. Besonders interessant ist die Ausstellung über das ehemalige Gerichtsgefängnis in der Kantsstraße 79, in dem während der Zeit des Nationalsozialismus zahlreiche Widerstandskämpferinnen und Angehörige der „Roten Kapelle“ inhaftiert wurden, während sie auf die Verlegung ins Zuchthaus oder die Hinrichtung in Plötzensee warten mussten. Die Ausstellung zeigt 32 Biografien und die Erlebnisse der inhaftierten Frauen. Ein Besuch ist also nur empfehlenswert und lässt sich gut mit einem Besuch an der Gedenktafel für Otto Grüneberg am Haus in der Schloßstraße 22 verbinden.
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Mittwoch, 11. Januar 2012
Die Jusos CW möchten auf die diesjährige Kundgebung zu Ehren Otto Grünebergs aufmerksam machen, die am 5.2.12 vor der Gaststätte Kastanie in der Schloßstraße 22 in Charlottenburg stattfinden wird.
Worum geht es?
Otto Grüneberg lebte mit seiner Familie in der Schloßstraße 22 in Charlottenburg. Er engagierte sich als Mitglied des Jugendverbandes der KPD und wie sein Vater im Roten-Frontkämpferbund.
Nachdem sich der Charlottenburger SA Sturm 33 im September 1930 in der Hebbelstraße niedergelassen hat, begann diese bald auch mit Repression gegen organisierte Arbeiter_innen und ersten Morden.
So geriet auch Otto Grüneberg am 31. Januar 1931 in eine Auseinandersetzung mit der SA. Er wurde dabei schwer verletzt und starb wenig später mit nicht einmal 23 Jahren an den Schussverletzungen.
Zwei Jahre später wurden die Repressionen der SA durch den Machtantritt Hitlers ‘legalisiert’ und auch viele Bewohner_innen des Wohnviertels verschleppt und unter anderem zu Tode gefoltert.
Die Ehrung von Otto Grüneberg hat jetzt schon lange Tradition in Charlottenburg und dennoch zeigen erschreckenderweise ungefähr 200 bekannte Todesopfer rechter Gewalt in den letzten 20 Jahren sowie die bekannt gewordenen Terrorakte des ‘NSU’, aber auch die wiederholten Zerstörung von linken Einrichtungen, dass der gemeinsame Einsatz gegen Rechts auch mit Blick auf politisch begründetes, staatliches Versagen immer unerlässlich ist.
Die gemeinsame Kundgebung will bewusst eine Brücke schlagen zwischen dem Gedenken an Grüneberg und dem aktuellen Einsatz gegen Faschismus.
Die Jusos CW beteiligen sich im Bündnis mit zahlreichen Organisationen und Initiativen an der Kundgebung zur Ehrung Otto Grünebergs und rufen dazu auf, zahlreich daran teilzunehmen, also save the date!
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Mittwoch, 2. November 2011
Die Jusos unterstützen das Kino Die Kurbel. Das Charlottenburger Traditionskino ist akut von der Schließung bedroht. Daher zeigten die Jusos am 1. November 2011 auf dem Meyerinckplatz vor der “Kurbel” Schilder mit den Aufschriften “Weiter kurbeln”, “Die Kurbel retten” und “Geschichte erhalten”. Anschließend besuchten die Jusos noch eine Filmvorstellung (“Die Abenteuer von Tim und Struppi. Das Geheimnis der Einhorn” – sehr empfehlenswert!) im Kino. Die handgemalten Pappschilder wurden vor das Kino gestellt.

Jusos demonstrierten für den Erhalt Der Kurbel
Eine Kündigung gegenüber der Kinoleitung und den MitarbeiterInnen wurde bereits ausgesprochen, angeblich aus “wirtschaftlichen Gründen”. Laut der Initiative “Rettet die Kurbel” ließen Gerüchte vernehmen, dass das Gebäude Wert steigernd umgebaut werden solle. Das Traditionskino würde Ende Dezember schließen müssen. Es ist das erste Tonfilmkino in Berlin gewesen und seit Längerem als Programmkino bekannt. Charlottenburg-Wilmersdorf würde damit eine weiteres Programmkino verlieren, 2005 war das “Klick” geschlossen worden. Die Jusos setzen sich für eine vielfältige Filmkunstkultur im Bezirk ein.
Die Initiative “Rettet die Kurbel” kann mit einem Klick auf Facebook unterstützt werden oder mit eigenen Solidaritätsaktionen. Das Kino freut sich darüber: Als die Jusos das Kino verließen, standen Teelichter vor den Schildern. Wie bei einer Mahnwache.
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Mittwoch, 22. Juni 2011
Bei bestem Wetter hat das im Januar gegründete Bündnis Charlottenburg-Wilmersdorf gegen Rechts ein Zeichen gegen Rechtspopulimus und Rassismus gesetzt.
Anlässlich der Anmeldung einer Sitzung der selbsternannten „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ im Rathaus Charlottenburg, bei der das Wahlprogramm der fremdenfeindlichen Partei für die Abgeordnetenhauswahl im September präsentiert werden sollte, fanden sich am 16. Juni gut 50 Menschen verschiedenster politischer Gruppierungen und zahlreiche Bürger_innen zu einer Kundgebung zusammen.

In zahlreichen Redebeiträgen der Bündnispartner_innen wurde über die Hintergründe der maßgeblichen Akteure von „ Pro Deutschland“ informiert, die vielfach aus dem rechtsradikalen, neonazistischem Spektrum kommen und in Berlin pünktlich zur kommenden Wahl einen neuen Schwerpunkt ihrer Aktivitäten planen. „Pro Deutschland“ möchte im politischen Parteienspektrum Wähler rechts von der CDU gewinnen, indem sie sich als Fürsprecher_innen des „kleinen Mannes“ darstellen und Ressentiments besonders gegen Menschen mit Migrationshintergrund schüren.
Dass neben dieser Partei auch die ebenfalls rechtspopulistische „Die Freiheit“ und die neonazistische NPD auf den Einzug in das Abgeordnetenhaus und die Bezirksparlamente hoffen, macht deutlich, dass Widerstand gegen jegliche Möglichkeit zur Propagierung ihrer menschenverachtenden, rassistischen Thesen besonders in den kommenden Wochen bis zur Wahl unbedingt notwendig sind.
Mut machen kann allen Antifaschist_innen, dass der „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ ganz offensichtlich besagte Bürger_innen größtenteils die Unterstützung verweigern. Deutlich wurde dies unter anderem daran, dass die Sitzung im Rathaus hermetisch abgeschirmt von einem bis zu fünfzehn Wagen starken Polizeiaufgebot in einem abgelegenen Raum stattgefunden hat. Weitaus größer war der Zuspruch der Bürger_innen auch für die Kundgebung des Bündnisses und die zeitgleich im Rathaus stattfindende Ausstellung „Weltreligionen Weltfrieden Weltethos“, mit der gezielt ein Zeichen gegen die Veranstaltung der Rechtspopulist_innen gesetzt wurde.
Getragen wird das Bündnis CW gegen Rechts neben politischen Parteien und deren Jugendorganisationen von den Grünen bis zur Linkspartei sowie Antifa-Gruppen auch von den Jusos. Unterstützung erhält das Bündnis unter anderem vom Bündnis Rechtspopulismus Stoppen und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus.
Foto: ©kappaphoto
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Samstag, 9. April 2011
Am Dienstag, den 12. April findet von 8 bis 10 Uhr morgens eine Kundgebung mit “Antirassistischem Super-Sarrazin-Spar-Menue-Frühstücks-Buffet” vor der IHK Berlin statt. Anlass ist die Einladung von Thilo Sarrazin zum wirtschaftspolitischen Frühstück der IHK Berlin, bei der er unter dem Motto “Früh aufstehen lohnt sich” einen Vortrag über “Demografie, Zuwanderung und deutsche Zukunft” halten soll.
Der Arbeitskreis „Marginalisierte- gestern und heute“ findet es unerträglich, dass die Industrie- und Handelskammer Berlin ausgerechnet Thilo Sarrazin als „Experten“ für Demografie, Migration und eine explizit „deutsche Zukunft“ polemisieren lassen will. Wieder einmal wird Sarrazin damit ein Podium zur Verbreitung seiner rassistischen und sozialdarwinistischen Thesen sowie zur Panikmache vor dem Aussterben des „Deutschen“ geboten. Gerade die IHK Berlin aber dürfte wissen, wie lange Sarrazin einen Teil seiner sozialdarwinistischen und menschenfeindlichen „Spar-Thesen“, die heute als angebliche Tabubrüche verkauft werden, schon vertreten hat und vertreten durfte. Ein Blick zur Erinnerung in dessen Rede 2005 bei seinem Auftritt bei eben solch einem Frühstück wäre da hilfreich.
Das auch oder gerade Vertreter_innen aus der Wirtschaft einem „Nützlichkeitsrassismus“ sowie dem protestantischen Arbeitsethos folgen bzw. diese vermitteln, wonach der Mensch nur ein „nützliches Mitglied der Gesellschaft“ ist, solange er egal zu welchem Preis für sie arbeitet, verwundert nicht. Die neoliberale Marktlogik benötigt geradezu Diskriminierung und Ausgrenzung, Hierarchisierung und Polarisierung der Gesellschaft. Diese sind ein Muss für jede Form der Profitmaximierung. Menschen sollen gegeneinander und nicht miteinander agieren. Nur so kann von den eigentlichen Ursachen und Verursacher_innen sich verschärfender sozialer Konflikte abgelenkt, soziale Abstiegsängste geschürt und Sozialneid befördert werden. Den Betroffenen wird getreu dem Motto „Jeder ist seines Glückes Schmied“ die Verantwortung für ihre miserable sozialökonomische Situation in die Schuhe geschoben. Für andere werden sie als „Sündenböcke“ präsentiert.
Das gerade Sarrazin nach seinen Äußerungen zur „vererbbaren Dummheit“ und zur Existenz eines „Judengens“ in der IHK Berlin auftreten darf, zeigt, wie ernst es der IHK mit ihrer Geschichtsaufarbeitung ist. Wenn die IHK Berlin ihr Vorwort der Chronik ernst meint, die sie denjenigen „jüdischen oder jüdischstämmigen Mitgliedern des Ehrenamtes und der Mitarbeiterschaft der Industrie- und Handelskammer zu Berlin“ gewidmet hat, „die diese kurz nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten unter mehr als unrühmlichen Umständen aus dem Haus entfernt hat, ohne nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs einen erkennbaren Versuch gemacht zu haben, Unbill und Unrecht einzugestehen und wieder gut zu machen“, muss sie Sarrazin ausladen! Tut sie dies nicht, werden wir da sein, um Protest gegen jegliche Form der Unterstützung von Rassismus, Antisemitismus und sozialer Ausgrenzung auf die Straße zu tragen.
Unser Motto: Früh aufstehen lohnt sich – besonders an diesem Tag!
12. April 2011 ab 08. 00 Uhr vor der IHK Berlin, Fasanenstraße 85
Kein Dank an Thilo! Wir SPAREN uns ihn und seinen Rassismus … weg
Text: AK Marginalisierte
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Kreisplenum: Frauen in der Politik Teil II. weitere Termine, Kinderladen Aventura am 21. May. 2012 um 19:00 Uhr in 1 Tag und 15:18 Stunde(n). weitere Termine
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