am 9. Februar 2012 | Kategorie(n): Beschlüsse, JusoLog, Jusos, Veranstaltungen
Tag(s): Delegation, Jahreshauptversammlung, Jusos, Kreissprecher_innenrat, Wahlen
Am 8.2.12 haben sich die Jusos CW zur Jahreshauptversammlung getroffen, um sich für die Zukunft (neu) aufzustellen. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Ergebnisse:
In den neuen, dreiköpfigen Kreissprecher_innenrat (unser “Kreisvorstand”) wurden gewählt:
Ann-Kathrin Biewener
Wladimir Leuschner
Florian Lorenz
Wladimir wird die Jusos auch weiterhin im SPD-Kreisvorstand vertreten.
Die Kreis-Delegation für die Landesdelegiertenkonferenz (vergleichbar mit einem Landesparteitag) der Jusos Berlin sieht wie folgt aus:
Ann-Kathrin Biewener
Leo Galen
Leander Günsberg
Leo Lölhöffel
Florian Lorenz
Kim Marla-Wendorf
Nora Nevermann
Elisa Rabe
Außerdem freuen sich die Jusos CW, dass viele weitere Genoss_innen als Ersatzdelegierte dabei sind!
Die Jusos sind damit bereit für die kommenden Aufgaben. Grundlage für die Arbeit in den nächsten 2 Jahren bildet das Kreisarbeitsprogramm, das in den letzten Wochen unter breiter Beteiligung der Mitglieder entwickelt wurde.
Gerade angesichts der Tatsache, dass viele neue, junge Mitglieder zu den Jusos CW gestoßen sind und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich zu engagieren, geht der Kreisverband sehr optimistisch in die nächste Zeit.
Weiter geht es am 22. Februar mit dem nächsten Kreisplenum im Rahmen der aktuellen Bildungsreihe. Alle Termine sind auf dieser Homepage zu finden. Ansonsten können sich alle interessierte Menschen selbstverständlich an den neuen Kreissprecher_innenrat wenden.
am 6. Februar 2012 | Kategorie(n): Aktionen, Antifa, JusoLog, Jusos, Kiez, Veranstaltungen
Tag(s): Antifaschismus, Charlottenburg, Demonstration, Gedenken, gegen Nazis, Jusos, Kultur, Museum, Otto Grüneberg, rechte Gewalt, Villa Oppenheim, Widerstand

Am 5. Februar 2012 haben die Jusos CW an der Kundgebung zur Ehrung von Otto Grüneberg teilgenommen (mehr Infos zu Grüneberg im Text unter JusoLog). Trotz widrigen Bedingungen mit Schneefall und wirklich eisigen Temperaturen fanden sich knapp 100 Menschen vor der „Kastanie“ in der Schloßstraße 22 in Charlottenburg, dem Elternhaus von Otto Grüneberg, ein. Auch die Jusos ließen es sich nicht nehmen, ein Zeichen gegen Faschismus zu setzen.
Neben einem musikalischen Beitrag von Elke Querbeet brachten sich die verschiedenen Beteiligten an der Organisation der Kundgebung mit Redebeiträgen ein. Erfreulich war das Bekenntnis des Bezirksbürgermeisters Reinhard Naumann zu einer offiziellen Aufnahme des Otto-Grüneberg-Wegs in das Straßennetz und der damit einhergehenden Adressänderung der Villa Oppenheim hin zu dem Straßennamen des 1931 von der SA ermordeten Kommunisten Grüneberg. Die Jusos unterstützen dies ausdrücklich!
Ann-Kathrin von den Jusos CW ermahnte in ihrem Beitrag mit Blick auf die Ereignisse rund um den Mord an Grüneberg zu antifaschistischem Engagement, das damals wie heute Pflicht sein muss. Gerade die jüngsten Entwicklungen rund um die (überfällige) mediale Aufmerksamkeit für Listen linker Personen und Organisationen auf Nazi-Webseiten und die unter anderem daraus resultierenden rechten Angriffe, aber auch die unglaubliche Zahl von ungefähr 200 bekannten (!) Todesopfern rechter Gewalt in den letzten 20 Jahren verdeutlichen, wie unverzichtbar ein entschiedener Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und alle andere Arten von Diskrimierung ist. Die Jusos setzen deshalb auch wie bisher auf das Bilden breiter Bündnisse und die Anwendung verschiedener Mittel antifaschistischen Engagements wie zum Beispiel ganz praktisch durch die nahende Teilnahme an Blockadeaktionen wie in Dresden am 13. und 18. Februar, zu der an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich aufgerufen werden soll. Dass dieses Engagement der Jusos CW anerkannt wird, zeigte auch Markus Tervoren vom VVN-BdA, der die Jusos in seinem Redebeitrag ausdrücklich lobte.

Im Anschluss an die Teilnahme an der Kundgebung besuchten die Jusos das neue Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der oben bereits erwähnten Villa Oppenheim. Besonders interessant ist die Ausstellung über das ehemalige Gerichtsgefängnis in der Kantsstraße 79, in dem während der Zeit des Nationalsozialismus zahlreiche Widerstandskämpferinnen und Angehörige der „Roten Kapelle“ inhaftiert wurden, während sie auf die Verlegung ins Zuchthaus oder die Hinrichtung in Plötzensee warten mussten. Die Ausstellung zeigt 32 Biografien und die Erlebnisse der inhaftierten Frauen. Ein Besuch ist also nur empfehlenswert und lässt sich gut mit einem Besuch an der Gedenktafel für Otto Grüneberg am Haus in der Schloßstraße 22 verbinden.
am 11. Januar 2012 | Kategorie(n): Aktionen, Antifa, JusoLog, Kiez, Veranstaltungen
Tag(s): Antifaschismus, Bündnis, Charlottenburg, Demonstration, Gedenken, Otto Grüneberg, rechte Gewalt
Die Jusos CW möchten auf die diesjährige Kundgebung zu Ehren Otto Grünebergs aufmerksam machen, die am 5.2.12 vor der Gaststätte Kastanie in der Schloßstraße 22 in Charlottenburg stattfinden wird.
Worum geht es?
Otto Grüneberg lebte mit seiner Familie in der Schloßstraße 22 in Charlottenburg. Er engagierte sich als Mitglied des Jugendverbandes der KPD und wie sein Vater im Roten-Frontkämpferbund.
Nachdem sich der Charlottenburger SA Sturm 33 im September 1930 in der Hebbelstraße niedergelassen hat, begann diese bald auch mit Repression gegen organisierte Arbeiter_innen und ersten Morden.
So geriet auch Otto Grüneberg am 31. Januar 1931 in eine Auseinandersetzung mit der SA. Er wurde dabei schwer verletzt und starb wenig später mit nicht einmal 23 Jahren an den Schussverletzungen.
Zwei Jahre später wurden die Repressionen der SA durch den Machtantritt Hitlers ‘legalisiert’ und auch viele Bewohner_innen des Wohnviertels verschleppt und unter anderem zu Tode gefoltert.
Die Ehrung von Otto Grüneberg hat jetzt schon lange Tradition in Charlottenburg und dennoch zeigen erschreckenderweise ungefähr 200 bekannte Todesopfer rechter Gewalt in den letzten 20 Jahren sowie die bekannt gewordenen Terrorakte des ‘NSU’, aber auch die wiederholten Zerstörung von linken Einrichtungen, dass der gemeinsame Einsatz gegen Rechts auch mit Blick auf politisch begründetes, staatliches Versagen immer unerlässlich ist.
Die gemeinsame Kundgebung will bewusst eine Brücke schlagen zwischen dem Gedenken an Grüneberg und dem aktuellen Einsatz gegen Faschismus.
Die Jusos CW beteiligen sich im Bündnis mit zahlreichen Organisationen und Initiativen an der Kundgebung zur Ehrung Otto Grünebergs und rufen dazu auf, zahlreich daran teilzunehmen, also save the date!
am 17. Dezember 2011 | Kategorie(n): JusoLog, Jusos, Veranstaltungen
Tag(s): Antisemitismus, gute Idee, Jusos, Nahost
Die Jusos haben sich in den Monaten Oktober bis Dezember mit Antisemitismus, dem Nahostkonflikt und den Jugendbewegungen im Nahen Osten beschäftigt.
Am 11. Oktober diskutierten die Jusos in einer Theorieveranstaltung zu Antisemitismus und sekundärem Antisemitismus. Dabei wurde auch Antisemitismus in “linken” Organisationen thematisiert. Hierbei wurden die historische Entwicklung sowie Stigmatisierungsmuster benannt. Die Theorieveranstaltung wurde mit einem Referat am 26. Oktober zur Wahrnehmung der Staatengründung Palästinas in den deutschen Medien vertieft. In der Diskussion wurde herausgearbeitet, dass die Jusos sich vor allem mehr Medienkompetenz wünschen, um Berichterstattungen kritisch begegnen zu könnnen. Am 9. November beschäftigten sich die Jusos damit, ob die Gründung eines palästinensischen Staates zum Frieden im Nahen Osten beitragen kann. Zwei Wochen später berichtete eine ehemalige Mitarbeiterin des Goethe-Instituts in Kairo von der ägyptischen Demokratiebewegung. Am 14. Dezember berichtete ein Referent von Hashomer Hatzair Deutschland über die Sozialbewegung in Israel im Sommer 2011. Anlass der thematschen Reihe war die bevorstehende Staatengründung Palästinas bei der UN-Generalversammlung 2011 gewesen.
Im Januar und Februar werden sich die Jusos mit Bildungspolitik beschäftigen. Dabei wollen die Jusos die Auswirkungen der Bildungsreformen G8 und Sekundarschule thematisieren.
am 5. Dezember 2011 | Kategorie(n): Demokratie, JusoLog, Theorie, Veranstaltungen
Tag(s): Charlottenburg, Extremismustheorie, Jugendclubs, Schloss19
Mit der „Extremismusdebatte“ wird ein Kampf um die Definition gesellschaftlicher Grundwerte geführt. Es ist keine politische „Mitte“, die nach links ausholt, sondern der rechte Rand eines an konservativen und wirtschaftsliberalen Vorstellungen orientierten Lagers, der mit Kampfbegriffen wie dem des „Linksextremismus“ die eigenen Überzeugungen in der Gesellschaft zu verankern versucht. Der Skandal ist deshalb nicht alleine die Gleichsetzung von links und rechts. Im Kern geht es nicht um politische Gewalt und eine vermeintliche Gefährdung der Demokratie – sondern um die Denunziation fortschrittlicher und an sozialer Gerechtigkeit orientierter Wertordnungen. Das ist ein Angriff auch auf die Grundwerte von Organisationen, die in der Tradition der sozialistischen und sozialdemokratischen Arbeiter_innenbewegung stehen. Neue und mit öffentlichen Geldern durch die umstrittene Familienministerin Kristina Schröder geförderte Veröffentlichungen sprechen eine deutliche Sprache: Mitunter unverholene politisch motivierte Stimmungsmache wird ergänzt durch „Unterrichtsmaterialien“ und Handreichungen für Lehrkräfte und Jugendbildner_innen, die den Standards politischer Bildung Hohn sprechen. Das ist nicht nur dreist, sondern auch gefährlich. Und es darf nicht unbeantwortet bleiben!
Um uns einen Überblick über die absurde Propaganda der selbsternannten Extemistenjäger_innen zu verschaffen und angemessene Reaktionen auf diese Provokationen zu diskutieren, laden wir alle Angehörigen fortschrittlicher Jugendverbände und Interessierte zu einer Diskussionsveranstaltung ein.
Dienstag, 13. Dezember 2011
18:30 bis 21:00
Schloss19 (U-Bhf Sophie-Charlotte-Platz),
Schlossstraße 19, 14059 Berlin-Charlottenburg
Diese Veranstaltung wird gemeinsam veranstaltet von Sozialistische Jugend – Die Falken LV Berlin, Landesjugendwerk der AWO Berlin, DGB Jugend Berlin-Brandenburg, Junge GEW, Naturfreundejugend Berlin, Jusos Berlin und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
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Seminar: Verbandswerkstatt der Jusos Berlin , am 24. Feb. 2012 um Uhr in 23:23 Stunde(n). weitere Termine
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